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Poka Yoke in Japan

Was ist "Poka Yoke"?

In Japan wird „Poka Yoke“ von Kaizen nicht nur in der Fabrik angewendet. Seit kurzem wird diese Methode als sogenannte „Fehlerprüfung“ auch in andere Bereiche übertragen wie z.B. Gesundheitsmanagement, Softwareentwicklung, Wartung, Konstruktion, Service usw.

"Poka Yoke" besteht aus zwei Worten 

  1. "Poka" bedeutet "Fehler", "kleines Missgeschick", "falsche Handlung" und "menschlicher Fehler“ in Arbeitsprozessen. In den Worten des Lean Managements (TPS) ist „Poka“ einer der Gründe, warum „Muda“ (Abfall) hergestellt wird.
  2. "Yoka" bedeutet "Vermeidung von Fehlern", "Verhinderung von Fehlern" und "Überprüfen" von vorneherein.

Das Ziel von "Poka Yoke"

Das Ziel von „Poka Yoke“ ist es, standardmäßig einen guten Zustand ohne Verzögerung und Mehraufwand auch in den Arbeitsprozessen durch Aktivierung von Bewusstsein, Werkzeugen, Arbeitsstrukturen, Regeln und der Zusammenarbeit mit den Kollegen (Team) aufrechtzuerhalten und darüber hinaus Fehler zu reduzieren.
Um erfolgreich zu sein, ändern wir das System nicht nur durch die oben genannten Werkzeuge und Maßnahmen, sondern durch die Veränderung der Kultur von Team, Abteilung und Unternehmen.
Wenn aber der Chef oder Kollege nicht auf die Meldung von Auffälligkeiten, die von der Norm abweichen, durch einen Mitarbeiter reagieren, ist es egal, auf welche großartigen Werkzeuge und Systeme das Unternehmen Zugriff hat, dann wird „Poka Yoke“ nicht funktionieren.

Das Wesen von "Poka Yoke" 

Das Wesen von „Poka Yoke“ besteht darin, dass das Team und die Abteilung Fehlerprüfungen mit Tools und Systemen durchführen, und es so Teil der Unternehmenskultur wird. Im japanischen Kaizen heißt es häufig vom sogenannten Genba Leader oder Management Leader: "Unterschätzen Sie nicht die kleinen und unbedeutenden Probleme“ und „Wie so oft, lauert das große Problem hinter dem kleinen und unbedeutenden". Jeder Produktionsleiter und jedes Genba-Mitglied ist mit seinem Team derselben Meinung.

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Abb. 1: Poka Yoke als unternehmensübergreifende Einstellung

Aufgrund des Bevölkerungsrückgangs, der einen großen Einfluss auf die Anzahl der Beschäftigten in Japan hat, versuchen Unternehmen, „KI" (Künstliche Intelligenz) in den oben genannten Bereichen von „Genba“ als Hilfsmittel einzuführen.

 


Jin Suzuki
Senior Consultant I FMIC / IMIG Japan

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